Lesegesellschaft
Stäfa

Leitbild und Strategie 2015–2020 des Vereins

Wer wir sind

Die 1793 gegründete Lesegesellschaft Stäfa ist ein gemeinnütziger Verein, der mit qualitativ hochstehenden Angeboten zu einem vielseitigen kulturellen Leben in Stäfa und Umgebung beiträgt. Der Verein ist politisch und konfessionell ungebunden.

Wen wir ansprechen

Das Zielpublikum für eine Mitgliedschaft im Verein sind an Kultur interessierte Frauen und Männer aller Altersgruppen über 30 Jahre. Die Bibliothek Stäfa und das Museum zur Farb richtet ihre Angebot und Aktivitäten darüber hinaus auch auf Jugendliche und Kinder aus. Auf diesem Weg wollen wir auch Familien als neue Mitglieder des Vereins gewinnen. Aktive Senioren und Neuzuzüger mit kulturellen Ansprüchen bilden ebenfalls ein noch nicht ausgeschöpftes Potenzial, neue Mitglieder anzuwerben.

Die Lesegesellschaft zählte im Sommer 940 Mitglieder. Der Vorstand setzt sich die Marke von 1000 Mitgliedern zum Ziel, das in erster Linie durch attraktive Kulturangebote erreicht werden soll. Auf dem Weg zu diesem Ziel gilt das Motto: «Als Stäfnerin, als Stäfner ist man Mitglied der Lesegesellschaft!».

Was wir anbieten

Die Lesegesellschaft veranstaltet Konzerte sowie Aufführungen von Theatern, Kabaretts und weiteren Formen der Kleinkunst. Sie betreibt zudem die Bibliothek Stäfa in der Oberstufen-schulanlage Stäfa und das Museum zur Farb im vereinseigenen Haus zur Farb aus dem 15. Jahrhundert. In der Wahl der Musikstile stehen Klassik und Jazz im Vordergrund; an Stelle von kostspieligen Orchesterkonzerten mit reiner Klassik organisiert die Lesegesellschaft Grossproduktionen mit populären Formationen. Für Theateraufführungen engagiert die Lesegesellschaft in der Regel freie Truppen mit professionellen Schauspielern. Die Bibliothek Stäfa leiht aus einem topaktuellen Angebot Büchern, Hörbüchern, Zeitschriften, CDs und DVDs sowie E-Medien an Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus. Das Museum zur Farb ist ein Begegnungsort für alle, die an einer Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft interessiert sind.

Die Lesegesellschaft als Trägerverein behält diese drei Pfeiler des kulturellen Lebens in Stäfa bei. Wir wollen jedoch die drei Angebote stärker als bisher vernetzen und dadurch Synergien nutzen sowie Sympathie für die Lesegesellschaft erzeugen.

Mit wem wir zusammenarbeiten

Wir gehen mit anderen Kulturveranstaltern in der Region von Fall zu Fall Kooperationen ein, sofern diese beiden Teilen Vorteile bringen. Dabei nehmen wir aber Rücksicht auf die begrenzten zeitlichen Ressourcen der grösstenteils ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vorstandes und der Kommissionen sowie auf die limitierten finanziellen Mittel. Zusammen-schlüsse (Fusionen) mit anderen Kulturveranstaltern in der Region gehen wir nicht aktiv an; bietet sich aber eine Gelegenheit dazu, prüfen wir auch diese Option.

Die Nachbargemeinde Hombrechtikon unterstützt seit 2015 unser Kulturprogramm durch einen jährlichen Beitrag. Im Gegenzug findet ein Konzert pro Saison der Lesegesellschaft in Hombrechtikon statt. Nach diesem Vorbild sondieren wir in anderen Gemeinden mit kleinem Kulturangebot in der Region, ob sie Interesse an einer pragmatischen Partnerschaft haben.

Wie wir uns finanzieren

Die Lesegesellschaft finanziert ihre kulturellen Aktivitäten einerseits durch Mitgliederbeiträge, Bezüge aus dem Legat Rebmann und Mietzinseinnahmen einer Kleinwohnung im Haus zur Farb. Anderseits leistet die Gemeinde Stäfa namhafte Beiträge an das Kulturprogramm sowie an den Betrieb der Bibliothek Stäfa und des Museums zur Farb von zusammen mehr als CHF 300’000 pro Jahr. Kleinere Beiträge bringen die Unterstützung durch Hombrechtikon und das (leider seltene) Sponsoring von Kulturanlässen ein.

Obschon die Gemeinde Stäfa und die Lesegesellschaft 2009 bzw. 2010 Leistungs-vereinbarungen über den Betrieb des Museums zur Farb und der Bibliothek Stäfa abgeschlossen haben und diese einseitig nicht kündbar sind, müssen wir angesichts der fortgesetzten Sparprogramme des Gemeinderates Stäfa in der Finanzplanung vorsichtig sein.

So beschlossen vom Vorstand an der Retraite vom 4. Juli 2015