Museum zur Farb

Aktuell: Wir suchen Zuwachs für unser Team

Teil der Ortsgeschichte werden

Das Helferteam des «Museums zur Farb» sucht neue Mitglieder. Die rund 15 Frauen und Männer beaufsichtigen das Ortsmuseum während der Öffnungszeiten (von Mitte Mai bis Mitte Oktober jeweils Donnerstag 18-21 Uhr und Sonntag 14-17 Uhr). Ausserdem betreuen sie das Museumskaffee, beteiligen sich an der Inventarisierung der Sammlung und beim Aufbau der Ausstellungen. Einige dieser Freiwilligen machen auch Führungen durchs Museum.

Interessiert? Kurator Lukas Germann (kurator@nulllesegesellschaft.ch) und Teamleiterin Rosemarie Bauer (rosmarie.bauer@nullbluewin.ch) geben gerne Auskunft.

 

Was nützt ein prächtiges Ortsmuseum, was ist eine kostbare Sammlung wert, wenn es an engagierten Menschen fehlt, die sich dieser Geschichte mit Herzblut widmen? Wie zum Beispiel Ursula Mohr und Edi Bosshard. Sie sorgen im Freiwilligenteam, dass das kulturelle und politische Erbe von Stäfa im «Museum zur Farb» lebt.  (Interview von Christian Dietz)

Ursula Mohr, Kurator Lukas Germann und Edi Bosshard beim Planen eines Workshops (Fotografie: Quirin Streuli)

Warum macht ihr im Museumsteam mit?
Ursula Mohr: Ich habe 43 Jahre lang als Mittelstufenlehrerin in Volketswil gearbeitet am Lehrmittel «Heimatkunde Volketswil» mitgeschrieben. Geschichte interessierte mich schon immer. Zusammenhänge oder Entwicklungen können wir durch die Vergangenheit besser verstehen.

Edi Bosshard: Geschichte, vor allem Ortsgeschichte, habe ich als Primarlehrer in Stäfa besonders gern unterrichtet.

Wie seid ihr zum Team gestossen?
Ursula Mohr: Richy Diethelm, der Präsident der Lesegesellschaft Stäfa, hat von meiner Arbeit mit dem Lehrmittel gewusst und mich motiviert, mich mit der damaligen Kuratorin, Nicole Peter, in Verbindung zu setzen. Im Sommer 2019 fand das Erstgespräch statt und bald war klar, was mein Aufgabenbereich sein sollte.

Edi Bosshard: 2012 wurde ich pensioniert. Damals fragte mich die Kuratorin an, ob ich im Freiwilligenteam mithelfen könnte. Werner Liechti, der seit den 1960-er Jahren als Kustos des Ortsmuseums zur Farb gearbeitet hat, wollte kürzertreten und insbesondere die Führungen mit Schulklassen in jüngere Hände legen.

Was sind hier eure Aufgaben?
Ursula Mohr: Mit Kurator Lukas Germann, und Edi Bosshard entwickle ich Workshops für Schulklassen und Gruppen und mache Führungen. Mir liegt der Kontakt zu den Schulen am Herzen, damit sie unser Angebot kennen und nutzen lernen.

Edi Bosshard: Ich mache Führungen für Erwachsene zur Hausgeschichte und zum Stäfner Handel und Workshops mit Schulklassen, zum Beispiel «Essen und trinken damals – heute – morgen» oder Schreiben alter Schriften mit alten Schreibgeräten – «vom Griffel bis zum Fülli» und auch zum Stäfner Handel.

Was ist euer Lieblingsort / Lieblingsobjekt im Museum zur Farb?
Ursula Mohr: Mich beeindruckt die Stube mit dem mächtigen Buffet, dem Handgiess, den wunderschönen Beschlägen und seinem Geheimfach, dem Kachelofen und der Holztreppe, welche durch eine Luke ins Kinderzimmer führt. Hier sind auch persönliche Gegenstände von Johannes Pfenninger, dem Mitinitiant des Stäfner Handels, ausgestellt.

Edi Bosshard: Mein Lieblingsort ist die Gerichtsstube mit dem Degen, den Napoleon in Paris 1803 dem Stäfner Patrioten Johann Caspar Pfenninger übergeben haben soll. Wer mehr wissen will, sollte an einer Führung im Museum teilnehmen.

Was sollte Mitbürgerinnen und Mitbürger bewegen, mitzumachen?
Ursula Mohr: Die beste Motivation ist die Freude und die Neugier die Vergangenheit von Stäfa kennenzulernen. Aber auch sein eigenes Wissen einzubringen.

Edi Bosshard: Die Arbeiten im Museum sind vielfältig: Museumsobjekte reinigen und im Depot nach Themen ordnen, archivieren, Ausstellungen vorbereiten und vieles mehr. Und: Wer in Stäfa wohnt, sollte die Geschichte seines Wohnorts und insbesondere jene des Museums kennen (lernen). Die Mitarbeit im Museum wäre eine gute Möglichkeit dazu.

Braucht es spezielle Vorkenntnisse im Museumswesen?
Edi Bosshard: Eigentlich nicht. Interessenten werden sorgfältig in ihre Aufgaben eingeführt. Bei mir war dies Werner Liechti, der sich ausgiebig Zeit nahm, mich in die Museumsführungen einzuführen.

Ursula Mohr: Da es verschiedene Arbeitsbereiche gibt, wird nach einem Erstgespräch mit Kurator Lukas Germann oder Teamleiterin Rosemarie Bauer schnell mal klar, wo jemand eingesetzt werden kann und möchte.

Was erwartet die Neulinge im Museumsteam?
Edi Bosshard: Die Neulinge erwartet ein engagiertes Team, das sich über neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen würde. Wer noch freie Zeit hat, findet bestimmt (s)einen Platz.

Ursula Mohr: Es herrscht eine wertschätzende Atmosphäre untereinander und eine grosse Hilfsbereitschaft. Spannend ist die Zusammenarbeit mit Menschen aus den verschiedensten Berufsgattungen. Wir freuen uns auf neue Helferinnen und Helfer.

 

 

Wir sind ein Haus der Geschichte und Geschichten über vergangene und künftige Zeiten am See

Das Museum zur Farb ist in einem der ältesten Häuser Stäfas untergebracht und liegt im Ortsteil Dorf. Es erzählt  vom Stäfner Handel, der Färberei, die im Haus betrieben wurde, den Menschen die hier lebten und es präsentiert seinen Besucherinnen und Besuchern gut gehütete Schätze. Das Museum zur Farb ist ein Begegnungsort für all jene, die an einer Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft interessiert sind.

Nebst der Dauerausstellung führt das Museum regelmässig Sonderausstellungen und Veranstaltungen zu unterschiedlichen historischen Themen durch.

Leitung und Betrieb

Das Museum wird geleitet vom Kuratorium und der Museumskommission und tatkräftig unterstützt vom Museumsteam.

Martin Gabathuler (Inventarisierung), Lukas Germann (Kurator), Rosemarie Bauer (Teamleitung), Peter Güdemann (Technik) und Christian Dietz (Präsident). (Fotografie: Quirin Streuli)

Das Museumsteam besteht aus freiwilligen Helferinnen und Helfern, die in verschiedenen Bereichen des Museumsbetriebs (Aufsicht, Inventarisierung, Aufbau Ausstellungen etc.) tätig sind.

Leitbild und Sammlungskonzept

Leitbild Museum zur Farb (PDF)

Sammlungskonzept (PDF)